Unlängst erhielten wir die Anfrage eines ausgesprochen sympathischen Mannes, der einige unserer Degus übernehmen wollte.
Wie wären glücklich, welche abgeben zu können und dadurch den einen oder anderen Raum frei zu bekommen.Dennoch lehnten wir ab, denn der Interessent wollte die Degus auch im Winter draußen halten - gemeinsam in einem Gehege mit Kaninchen.
Der Degu stammt ursprünglich aus Chile, wo das Klima deutlich milder und trockener ist als in Deutschland. Unsere Winter sind für Degus ein echtes Problem:
Warum eine Außenhaltung nicht funktioniert:
- Kälteempfindlich: Degus vertragen Temperaturen unter etwa 10 °C schlecht. Frost kann schnell lebensgefährlich werden.
- Feuchtigkeit: Deutsche Winter sind oft nasskalt – das ist für Degus noch belastender als trockene Kälte.
- Kein Winterschlaf: Degus halten keinen Winterschlaf und können sich nicht „anpassen“, indem sie ihren Stoffwechsel stark herunterfahren.
- Gesundheitsrisiken: Unterkühlung, Atemwegserkrankungen und Stress sind häufige Folgen.
Was stattdessen sinnvoll ist:
- Haltung im Innenbereich bei stabilen Temperaturen (ca. 18–22 °C)
- Alternativ höchstens ein frostfreier, gut isolierter Innenraum (z. B. ein beheizter Schuppen), aber nicht draußen im Freien
Im Sommer kann ein gut gesichertes Außengehege eine schöne Ergänzung sein, aber spätestens im Herbst sollten Degus wieder rein.
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Der Degu und das Kaninchen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse – und genau das führt in der Praxis oft zu Problemen:
Warum die Vergesellschaftung nicht funktioniert:
- Unterschiedliche Kommunikation: Degus „sprechen“ anders als Kaninchen. Missverständnisse können schnell zu Stress oder Kämpfen führen.
- Größe & Verletzungsrisiko: Kaninchen sind deutlich kräftiger. Ein unabsichtlicher Tritt kann für einen Degu schon gefährlich sein.
- Aktivitätsrhythmus: Degus sind tagaktiv, Kaninchen eher dämmerungs- und nachtaktiv – sie stören sich gegenseitig.
- Ernährung: Degus brauchen zuckerarme Kost (diabetesanfällig), Kaninchen vertragen und brauchen teilweise andere Futtermittel.
- Krankheiten & Keime: Beide Arten können unterschiedliche Krankheitserreger übertragen, gegen die die jeweils andere Art nicht immun ist.
Fazit:
Auch wenn es manchmal „friedlich aussieht“, ist das Risiko für Stress, Verletzungen oder langfristige Gesundheitsprobleme hoch. Daher gilt: Jede Art sollte mit Artgenossen gehalten werden – Degus also mit Degus, Kaninchen mit Kaninchen.

